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Im Rahmen des Investitionsprogramms IZBB des Bundes sollte am Bildungszentrum in Markdorf ein eigenständiger Neubau für die Stadt- und Schulbibliothek entstehen. Das Gebäude sollte auf dem bestehenden, bzw.umzubauenden Fahrradkeller, unter Übernahme der Höhenstruktur der Bestandsgebäude realisiert werden.
Die Höhengliederung zeichnet sich durch den eingeschossigen Versatz zwischen der Hauptebene des Schulgebäudes und der Erschlie-ßungsstraße aus. Durch die exponierte Position am Rand des Gesamtensembles mit einmaliger Aussichtslage wurde versucht ein Gebäude mit eigenständiger Sprache, klar ablesbar für die externen Besucher zu schaffen. Wichtig war hierbei die Einbeziehung der Landschaft mit Blick bis zum Bodensee.
Die Gliederung des Neubaus mit seiner vorgehängten Stahlbetonfassade nimmt dabei das Raster des Bestandgebäudes auf.
Durch die Umkehrung der Tragstruktur soll diese jedoch neu interpretiert werden. Die neue Materialwahl differenziert sich so bewusst um die herausgehobene Bedeutung zu unterstreichen ohne als Fremdkörper zum Gesamtobjekt zu wirken.
Die sachliche, in ihren Grundformen klare Architektursprache soll dabei beruhigend wirken und durch den entstehenden Pausen-Innen¬hof mit Glasüberdachung ein Gemeinsames schaffen. Konzept der Innenräume war die Vernetzung zwischen Innen- und Außen. Die großzügigen Verglasungen sollen die Ein.- bzw. Ausblicke ermöglichen und laden ein zum Verweilen und Arbeiten. Die Festlegung auf die Grundmaterialien Beton, Stahl, Glas und Holz unterstützt dabei, durch die Reduktion auf wenige Gestaltungsmerkmale den ruhigen und ausgeglichenen Raumeindruck. Die Schul- und Stadtbibliothek Markdorf mit einem Medienbestand von ca. 45.000 Ein¬heiten, ausgerüstet mit einem Selbstverbuchungssystem und RFID gesicherten Medien entspricht dem neuesten Stand der Bibliotheks¬technik. Die Innenausstattung erlaubt die flexible Einteilung und schnelle Anpassung an Veranstaltungen wie zum Beispiel Lesungen. Das Gebäude ist als öffentlicher Bau behindertengerecht erstellt.